BIM im Einsatz bei der Planung der Festzelte
ARCHICAD auf der Jubiläumswiesn – Planung der Festzelte
Pünktlich um 12.00 Uhr hieß es wieder: »O zapft is« – und dieser nicht nur von vielen Münchnern lang ersehnte »Anpfiff« zum größten Volksfest der Welt erklang heuer zum 200. Jubiläum der Wiesn.
Im Oktober 1810 war es, dass Kronprinz Ludwig I die Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen heiratete, und dass zur Feier dieser bayerisch-sächsischen Verbindung ein Pferderennen veranstaltet wurde, aus dem das Oktoberfest hervorging. Auf der Jubiläumswiesn ist man bestens gerüstet für einen ungeheuren Besucheransturm. Circa 6 Millionen Menschen aus der ganzen Welt werden auch in diesem Jahr zur Theresienwiese pilgern, um in den legendären Festzelten ihre Maß zu trinken, eine Hend’l zu verspeisen und zünftig bajuwarisch zu feiern. Mit von der Partie – und auch dies hat mittlerweile Tradition – ist GRAPHISOFT.
Viele der großen Festzelte mitsamt ihrer Logistik wurden mit ARCHICAD geplant. Raumplanung, Sicherheit und Logistik sind hier auf das Engste miteinander verknüpft; und da ist ein ausgereiftes Planungswerkzeug unersetzlich.
Den Anfang machte vor 15 Jahren Eugen Beck, als er 1995 das »Hippodrom« mit ARCHICAD plante. Beck macht bis heute die gesamte Zelt,- Einrichtungs-, Schenken- und Küchenplanung. Besonders aufwändig und in jedem Jahr der Brandschutzbehörde neuvorzulegen, ist die Planung und der Nachweis der Fluchtwege. Keine leichte Aufgabe, denn das »Hippodrom« verfügt über 3.200 Sitzplätze im Innen- und noch einmal 1.000 Plätze im Außenbereich. Diese kann mit ARCHICAD schnell gelöst und entscheidend optimiert werden. Eugen Beck erinnert sich noch daran, dass er 1995 als erster und einziger Architekt auf der Wiesn ARCHICAD einsetzte. Als er der Brandschutzbehörde die gewünschten Fluchtwegkorrekturen innerhalb weniger Stunden zusagte, erntete er nur ungläubiges Schmunzeln. Heute ist dies Standard und niemand wundert sich mehr über die rasche und exakte Bearbeitung.
Auch bei der Steigerung der Sitzplatzkapazitäten hat sich ARCHICAD als optimales Planungswerkzeug erwiesen: Innerhalb von acht Jahren konnte diese um 30 Prozent gesteigert werden. ARCHICAD macht sich aber auch im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt, wenn es um die Bewirtschaftung des Zeltes geht. So wird der gesamte Bereich Elektrik, Gas und Sanitär nicht nur mit der Architektursoftware geplant, sondern kann über das System auch höchst effektiv und einfach abgerechnet werden. Auch die Mietabrechnung mit der Stadt München wird erheblich optimiert, da dank ARCHICAD der gesamte Flächenbedarf per Mouseklick sofort ermittelt werden kann.
3D-Simulationen der begehrten Boxen
Last but not least wird auch das Reservierungssystem auf der Grundlage der mit ARCHICAD erfolgten Sitzplatzplanung erheblich vereinfacht. Die Planungsdaten können in digitaler Form an das Reservierungssystem des »Hippodrom« weitergegeben und hier effektiv bearbeitet werden. Mittlerweile, so Eugen Beck, werden hier auch die hervorragenden Visualisierungsmöglichkeiten von ARCHICAD genutzt, um diese bei der Vermarktung der Boxenplätze einzusetzen, d.h. fotorealistische 3D-Simulationen der begehrten Boxen werden erstellt und können dann potentiellen Kunden vorgestellt werden.
Eugen Beck war der erste, ist aber längst nicht mehr der einzige Architekt, der ARCHICAD auf dem Oktoberfest zum Einsatz bringt. Auch die Spatenbrauerei macht beispielsweise die komplette Planung ihrer vier Festzelte schon seit Jahren mit der Architektursoftware von GRAPHISOFT. Das Servicezentrum auf der Theresienwiese wurde von unserem Kunden Volker Staab geplant.



