Intel und die Cloud
Hintergrundinformationen, Visionen und aktuelle Technologien von Intel
1. März 2011 -Cloud Computing ist derzeit der große Trend in der IT-Branche -entsprechend präsent ist das Thema auch auf der CeBIT 2011. So dreht sich beispielsweise in der vom Branchenverband BITKOM organisierten CeBIT-Sondershow „Cloud Computing World“ (Halle 4, Stand A58) alles um die „IT aus der Wolke“. Beim Cloud Computing werden hoch skalierbare
Dienste über das Internet oder Intranet bezogen, das heißt Services werden nicht mehr vor Ort, sondern häufig mit Hilfe virtualisierter Infrastrukturen über das Netzwerk bereitgestellt.
Diese virtualisierten Cloud-Strukturen bieten Unternehmen die Chance, ihre IT flexibler, kostengünstiger und effizienter zu gestalten sowie das Management der IT-Landschaft zu vereinfachen. Voraussetzung dafür sind standardisierte Techniken, Interoperabilität zwischen den Produkten verschiedener Hersteller sowie Sicherheit und Schutz von sensiblen Daten.
Unternehmen können ihre Anwendungen, Server, Storage oder ihre komplette IT-Infrastruktur an einen externen Provider auslagern (Public Cloud) oder intern über das Intranet betreiben (Private Cloud). Auch eine Mischform (Hybrid Cloud) ist denkbar.
Intel hilft Unternehmen mit seinen Technologien und internen Cloud-Erfahrungen dabei, eine leistungsfähige Lösung für das Cloud Computing zu finden. Zudem fördert Intel gemeinsam mit Partnern wie dem CERN openlab die weitere Verbreitung von Cloud Computing in Initiativen wie der Open Data Center Alliance (ODCA) oder dem Intel® Cloud Builders Programm. Ziel ist
es, die Cloud-basierte Internet-Infrastruktur sicherer, einfacher und kompatibler zu machen.
Intel: „Cloud 2015“-Vision und aktuelle Technologien für die Cloud
Gemäß seiner „Cloud 2015“ Vision sieht Intel die Zukunft des Cloud Computings durch drei zentrale Elemente geprägt: Zum einen durch die Möglichkeit der so genannten „Federation“. Dabei handelt es sich um eine koordinierte Zusammenarbeit von Cloud-Plattformen unterschiedlicher Betreiber, die es letztlich Cloud-Anwendern ermöglicht, Daten und Dienste flexibel über interne und externe Netzwerke zu verteilen. Als zweites Element hebt Intel die Bedeutung der Automatisierung von Cloud-Mechanismen wie unter anderem dem Ressourcenmanagement hervor, die beispielsweise Energieeffizienz und damit Cloud-
Betriebskosten in Rechenzentren erheblich verbessern können. Komplettiert werden diese Eigenschaften an dritter Stelle durch Cloud-Dienste, die die individuellen Fähigkeiten eines jeweiligen Endgeräts (Notebook, Smartphone etc.) zu nutzen verstehen und somit eine optimale Dienstgüte mit optimaler Nutzung der Infrastruktur von Client und Cloud verbinden können.
Intel wird diese Ziele durch das Erstellen von Software sowie mit neuen Features für die Intel® Xeon Prozessoren unterstützen. Diese enthalten mit der Intel® Virtualisierungstechnologie, der Intel® Advanced Encryption Standard Instructions (AES-NI) und der Intel® Trusted Execution Technologie bereits die Basis für das Cloud Computing von heute. Sie erhöhen die Sicherheit
von Daten, da sie eine bessere Isolierung und sichere Migration virtueller Maschinen, schnellere Ver-und Entschlüsselung sowie hardwareunterstützten Schutz vor Attacken während des Betriebssystemstarts bieten. Technologien wie der Intel® Intelligent Power Node Manager und der Intel® Data Center Manager (Intel® DCM) verbessern in Verbindung mit den Intel Xeon
Prozessoren die Energieverwaltung und Effizienz im Rechenzentrum.
Open Data Center Alliance
Einen Schritt in Richtung Cloud 2015 bildet die Open Data Center Alliance (ODCA), an deren Entstehung Intel beteiligt war. Die Alliance ist ein Zusammenschluss von mehr als 70 führenden Unternehmen, die jährlich zusammen 50 Milliarden US-Dollar in IT investieren und derzeit Cloud-Forschung und -Projekte umsetzen. Zu den Vorstandsmitgliedern der Alliance gehören
unter anderen BMW*, China Life*, Deutsche Bank*, JP Morgan Chase*, Lockheed Martin*, Marriott International*, National Australia Bank*, Shell*, Terremark* und UBS*.
Die Open Data Center Alliance wird zukünftige Hardware-und Software-Anforderungen sowie Standards definieren, die zu offeneren und kompatibleren Cloud-und Data Center-Lösungen führen. Intel fungiert als technischer Ratgeber der Allianz und plant Produkte sowie Lösungen, die den Zielen der ODCA entsprechen. Dazu gehören sichere Rechnerpools, richtlinienbasierte
Energieverwaltung zur Effizienzsteigerung und angepasstes Cloud Computing zur Vereinfachung der Cloud-Infrastruktur. Ziel ist es, eine offene, kompatible und sichere Cloud zu schaffen, die die nächste Generation von Geschäftsanwendungen, Filmen, Spielen, Musik, Social Media und anderen noch zu entwickelnden Web Services ermöglicht.
Intel® Cloud Builders Programm
Während die Open Data Center Alliance die künftigen Anforderungen an eine Cloud-Infrastruktur bestimmt, setzt das Intel® Cloud Builders Programm diese Anforderungen mit Lösungen in die Tat um. Es bündelt die Ressourcen von 20 der weltweit führenden Hardware-und Software-Hersteller, darunter Canonical*, Cisco*, Citrix*, Dell*, EMC*, Enomaly*, Eucalyptus Systems*, Gproxy*, HP*, IBM*, Intel, Joyent*, Microsoft*, NetApp*, NetSuite*, Novell*, Parallels*, Red Hat*, Univa* und VMware*.
Ziel ist es, Innovationen voranzutreiben und Clouds einfacher bereitzustellen, einzusetzen und zu verteilen. Intel Cloud Builders bietet Musterlösungen und praktischen Rat für die Einrichtung, Wartung und Optimierung von Cloud-Infrastrukturen. Das Programm umfasst derzeit insgesamt 20 Referenz-Architekturen, weitere werden sukzessive folgen.
Unified Networking mit Intel Open FCoE
Ein weiterer Eckpfeiler der Cloud 2015 Vision von Intel ist ein einfaches und schnelles Unified Data Center Netzwerk auf Basis von Intel Open FCoE (Fibre Channel over Ethernet). Intel hat vor kurzem die kostenlose Unified Networking-Technologie vorgestellt, die mit Hilfe der Intel 10 Gigabit Ethernet (10 GbE) Server Adapter X520-Familie den Transfer des kompletten
Datenverkehrs eines Rechenzentrums über ein einziges Kabel ermöglicht. Unified Networking mit 10 GbE vereinfacht damit die Infrastruktur von Rechenzentren, senkt den Administrationsaufwand und bewältigt bereits jetzt das hohe Netzwerk-Datenvolumen der Cloud.
Die IT-Abteilungen können dank Unified Networking in virtualisierten Rechenzentren flexible Datenautobahnen erstellen, indem sie mehrere Daten-und Speicher-Netzwerke zu einem einzigen 10 GbE-Netzwerk zusammenlegen. Die Konsolidierung der Kabel kann die weltweiten IT-Ausgaben pro Jahr um etwa drei Milliarden US-Dollar senken.
Intel Open FCoE integriert die Unified Networking-Funktionen direkt in das Betriebssystem; weitere Investitionen in teure, proprietäre Hardware sind nicht notwendig. Intel arbeitet eng mit führenden IT-Unternehmen zusammen um sicherzustellen, dass viele kompatible und zertifizierte Lösungen auf den Markt kommen werden, die Open FCoE unterstützen. Zu den Unternehmen gehören Cisco*, Dell*, EMC*, NetApp*, Oracle* und Red Hat*.
Interne Cloud-Strategie von Intel
Intel selbst arbeitet seit 2005 an Konzepten zur Einbindung von Virtualisierung und Cloud-Diensten in die eigene IT-Infrastruktur. Das Unternehmen entwickelte dabei eine mehrstufige Strategie, die der Maxime „Growing from the inside out“ („Von innen nach außen wachsen“) folgt. Das heißt Intel, baute zunächst eine Private Cloud in der eigenen IT auf, setzte dort die erforderlichen Anpassungen und Sicherheitsstandards um und installiert nun in weiteren Schritten Schnittstellen zu Public Clouds. Der Anwendungs-und Funktionsumfang wird so stetig, aber sehr kontrolliert ausgebaut.
Intel will künftig bis zu 80 Prozent der Büro-und Unternehmensumgebung auf virtuelle Beine stellen. Laut letzter Studien liegt das Einsparungspotential durch Virtualisierung hier bei etwa 23 Millionen US-Dollar über vier Jahre. Intel hat beispielsweise auch untersucht, wie gut man vollständige Desktops, die komplett virtualisiert sind, über eine eigene Cloud im Unternehmen realisieren kann. Dafür entschied sich Intel für ein Dreiergespann aus Citrix XenDesktop 4, Microsoft Windows Server 2008 R2 und aktuelle Xeon-Prozessoren. Die Ergebnisse der Tests überraschten selbst die durchführenden Ingenieure: Ein einziger Quad-Socket-Server mit vier 8Kern-Xeon-CPUs der 7500-Serie und 256 GByte Arbeitsspeicher reichte, um bis zu 239
Windows-7-Desktops bereitzustellen.
Intel (NASDAQ: INTC), das weltweit führende Unternehmen in der Halbleiterinnovation, entwickelt und produziert die grundlegende Technik für die Computerprodukte unserer Welt.
Weitere Informationen über Intel finden Sie unter http://www.intel.de/newsroom und http://blogs.intel.com .
Quelle:
Thomas Kaminski
Intel GmbH
thomas.kaminski@intel.com
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